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Die Wasserinitiative – Eine Investition in die Zukunft

Wasser – Grundlage des Lebens

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht. Beides ist unabdingbar, um Hunger und Armut zu überwinden. In vielen Ländern ist dieses Menschenrecht jedoch nicht eingelöst. So verfügen mehr als 780 Millionen Menschen über kein sauberes Wasser. 2,5 Milliarden Menschen – mehr als einem Drittel der Weltbevölkerung – fehlt es an ausreichender Sanitärversorgung. Mit erschreckenden Resultaten: so sterben jeden Tag 3.600 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel verursacht werden.

Zusammen mit ihren Partnern setzt sich die Welthungerhilfe für eine nachhaltige Trinkwasser- und Sanitärversorgung ein, die allen Nutzern gleichberechtigt und dauerhaft zur Verfügung steht. Weiterhin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Gesundheit durch besseres Hygieneverhalten zu schützen.


PROJEKT „WASH“

Wasserversorgung an Schulen in Burkina Faso und Athiopien

 

WASH in Burkina Faso

Manche Regionen in Burkina Faso verfügen dank eines feuchteren Klimas über zahlreiche Wasserstellen. Jedoch sind diese für die Bewohner der abgelegenen Dörfer meist nur schwer erreichbar. Zudem haben nur rund drei Prozent der Menschen Zugang zu einer Toilette. Dies führt zu einer erhöhten Gesundheitsgefahr, fast 70 Prozent der Kinderkrankheiten sind auf die unzureichende sanitäre Versorgung zurückzuführen. Daher werden zusätzlich zu dem Bau von Sanitäranlagen an Schulen und in 12 Kommunen sogenannte Gesundheitsclubs gegründet. Hier können alle schon frühzeitig für die Praktiken des Händewaschens sensibilisiert werden. Bis zum Projektende werden ca. 320.000 Menschen Zugang zu einer Toilette bekommen und eine gezielte Hygienesensibilisierung erhalten. Dadurch wird insbesondere auch der Gesundheitszustand von Kleinkindern und Schülern verbessert, die am meisten unter den prekären Hygienebedingungen zu leiden haben. Für die Kinder ist eine hygienische Schulumgebung sehr wichtig, denn dadurch werden sie nicht mehr so oft krank und können regelmäßig am Unterricht teilnehmen. Dies erhöht die Aussicht auf eine gute und gesicherte Ausbildung.

 

WASH in Äthiopien

Im Süden Äthiopiens an der Grenze zu Kenia liegt Borana, ein Gebiet in der Oromia Region, die sich durch landschaftliche Schönheit und Artenvielfalt auszeichnet. Zugleich werden aber die Lebensbedingungen der Bewohner durch regelmäßig wiederkehrende Dürren erschwert. Die ländliche Bevölkerung verfügt im Schnitt pro Person lediglich vier Liter Wasser am Tag. Ein Minimum von 20 Litern pro Tag braucht der Mensch für seine Grundbedürfnisse in Hygiene und der Reinigung von Lebensmitteln. Nur jede/r dritte hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schlechter noch steht es um die Verfügbarkeit von Sanitäranlagen: Nur 20 Prozent der Menschen in Äthiopien haben Zugang zu einer Toilette. 60 Prozent aller Krankheiten und 15 Prozent der Todesfälle werden durch diesen Mangel verursacht. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, Frauen und ältere Menschen. Das Thema Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil des WASH-Projektes an Schulen. In der Region Borana werden in zehn Schulen neue Toiletten entstehen und dazu sogenannte WASH-Clubs gegründet, in denen Schülerinnen und Schüler sich mit Fragen rund um Wasser und Hygienepraktiken beschäftigen. Jungen und Mädchen werden über die Möglichkeiten informiert, ihre Umwelt mit ihren kostbaren Ressourcen zu schützen und befähigt, dieses Wissen auch an andere weiterzugeben. Der Bau von Toiletten ist vor allem für Mädchen eine große Erleichterung. Diese bietet einen sicheren Sichtschutz vor den Blicken der Mitschüler.


Die Wasserinitiative

Ziel der Initiative ist es, sowohl bewährte als auch neue Ansätze in den Projekten zu fördern, besonders nachhaltige Maßnahmen umzusetzen und innovative Konzepte zu erproben. Darüber hinaus werden Arbeitsergebnisse gesammelt und ausgewertet, um das gewonnene Fachwissen innerhalb der Welthungerhilfe, zwischen Partnerorganisationen und anderen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Durch die Unterstützung der Wasserinitiative werden Gelder gezielt dort eingesetzt, wo sie am dringendsten benötigt werden – auch in Regionen, die medial nicht im Vordergrund stehen. Weitere Informationen zu diesem und anderen Projekten finden Sie auf der Website der Welthungerhilfe.

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